Hanse Sail 2011 wieder mit Wasserspringern

Wasserspringer auf der Hanse Sail 2011

Es ist zu einer guten Tradition geworden, dass die Wasserspringer einmal im Jahr für kurze Zeit eines der Schiffe auf der Hanse Sail „kapern“ und es als „Sprungturm“ nutzen. Begonnen hatte alles mit einer Postkarte, die Stützpunkttrainerin Monika Dietrich vor Jahren von den australischen Springern bekam. Darauf waren Wasserspringer in verschiedenen sportartgerechten Posen auf einer Segelyacht zu sehen. Unklar war, ob es sich um eine Fotomontage handelte oder nicht, aber eine Idee für Rostocks Wasserspringer wurde geboren: Warum sollte man das nicht mal auf der Hanse Sail probieren? Segelschiffe gab es genug! Fortan gingen wir mit anderen Augen zur Sail und fotografierten jedes Schiff, das eine geeignete Absprungstelle in entsprechender Höhe hatte.

Die ersten Sprünge absolvierten die Springer 2001 im Stadthafen von Rostock von der Fryderik Chopin, einer Brigg aus Polen. In den nächsten Jahren war die Lisa von Lübeck, ein Hanseschiff, unsere feste Absprungplattform. In diesem Jahr wurde die Bounty zu unserem „ Turm“.

Die Leistungsspringer ab der 5. Klasse und ehemalige Wasserspringer meuterten hier nicht, sondern sprangen trotz der Kälte in das nicht ganz so klare Wasser, das sie aus dem Sprungbecken der Schwimmhalle kennen.

Für Tim Pyritz war es nach einjähriger Wettkampfpause sein erster Einsatz vor Publikum. Sichtlich genoss er, dass er im wahrsten Sinne des Wortes wieder mit an Bord ist. Für die kleinen Springer aus den Trainingsgruppen von Christian Löffler und Christa Kinast war das Springen nach den Ferien nicht nur wegen der Kälte eine besondere Herausforderung. Sie vertraten schließlich den WSC Rostock auf dem größten Volksfest ihrer Heimatstadt.

Von allen Schiffsbesatzungen wurden die Wasserspringer in den letzten Jahren freundlich aufgenommen. Allen gemeinsam war auch die Bewunderung für unsere Sportler und der kleine Gedanke: „Die sind doch verrückt!“

Genau, ein bisschen verrückt auf und für das Wasserspringen muss man schon sein, wenn man sich dieser Sportart verschreibt.

Danke an all die treuen Fans, die seit Jahren bei der Hanse Sail an der Kaikante stehen und uns durch viel Applaus die Kälte vergessen lassen und mit heißem Tee und Kakao zum Aufwärmen beitragen.

Mit Maik Knobloch, einem ehemaligen Leistungssegler, haben wir Wasserspringer jetzt einen zuverlässigen Partner der Sailorganisation an der Seite, der es vielleicht mal schafft, uns aus dem Versteck am Silo etwas mehr in den Mittelpunkt zu rücken. Ein wenig mehr Aufmerksamkeit in der Programmankündigung , der Präsentation vor Ort und der Wahl von Ort und Zeit wäre nicht schlecht.

Ganz sicher - 2012 sind wir wieder dabei!

Mehr Bilder unter rostock-sport.de und demnächst auch auf sport-4you.de!